Projektbeschreibung

Mit dem Statistischen Jahrbuch der Anwaltschaft will das Soldan Institut aktuelle Entwicklungen auf dem anwaltlichen Rechtsdienstleistungsmarkt und Veränderungen der Strukturmerkmale des anwaltlichen Berufsbildes dokumentieren und nachvollziehen. Dabei werden Daten referiert, die zwar teilweise aus eigenen Repräsentativbefragungen stammen, jedoch hauptsächlich auf der Forschungsarbeit externer Institutionen beruhen. Ziel des Jahrbuchs ist es, die wichtigsten die Anwaltschaft betreffenden Zahlenwerke in einer einzigen Publikation systematisch erschließbar zu machen und nutzerfreundlich aufzubereiten. Die gewählte Form einer mit kurzen einführenden Texten versehenen Datensammlung in Tabellen und Abbildungen wurde gewählt, um es sowohl den fachkundigen als auch den nicht juristischen Lesern zu ermöglichen, sich einen schnellen und präzisen Überblick über die auf dem Markt anwaltlicher Dienste vorhandenen Daten zu verschaffen.

Im ersten Kapitel werden die aktuellen Entwicklungen des Anwaltsmarkts dargestellt, wobei der Fokus auf strukturellen Entwicklungen wie Wachstum und geschlechtsspezifischem Wandel liegt. Kapitel 2 zeigt die regionale Verteilung der Anwaltschaft, insbesondere die Anwaltsdichte in den einzelnen Bundesländern sowie die Anzahl der Rechtsanwälte nach Kammerbezirken, auf . Es folgt eine Aufbereitung des Datenmaterials zur inneren Differenzierung sowie zu den Organisationsformen der Berufsausübung der Anwaltschaft. Einen Überblick über die wirtschaftliche Situation der deutschen Anwaltschaft bietet das fünfte Kapitel, während im darauf folgenden Kapitel Aspekte der juristischen Ausbildung, des Berufseinstieges und der Arbeitslosigkeit von Juristen analysiert werden. Fragen der Finanzierung anwaltlicher Rechtsdienstleistungen werden, sowohl mit Blick auf gewerbliche als auch auf staatliche Finanzierungsarten, in Kapitel 7 thematisiert, bevor in Kapitel 8 Institutionen der deutschen Anwaltschaft wie die Bundesrechtsanwaltskammer (BRAK), die Satzungsversammlung, die Rechtsanwaltskammern, die Berufsgerichtsbarkeit und der Deutsche Anwaltverein (DAV) erörtert werden. Ein weiteres Kapitel befasst sich mit der grenzüberschreitenden anwaltlichen Tätigkeit, bevor abschließend die dem Rechtsanwalt benachbarten Berufe des Notars, des Rechtsbeistands, des Steuerberaters, des Wirtschaftsprüfers sowie des Richters und der Staatsanwälte beleuchtet werden. Das Jahrbuch endet mit einem Adressteil.

Nicht alle Zahlenreihen, die das Jahrbuch enthält, sind lückenlos, nicht alle Themen, die in ein Statisches Jahrbuch der Anwaltschaft Eingang finden könnten, sind abgedeckt. Dies beruht auf fehlendem Datenmaterial. Die Herausgeber hoffen, die Datensammlung in kommenden Auflagen des Jahrbuchs ergänzen zu können, sind hierfür aber auf die Unterstützung derjenigen angewiesen, die über entsprechende Daten verfügen. Das Jahrbuch ist in diesem Sinne auch eine Einladung zu einem Dialog im Interesse einer Erweiterung der rechtstatsächlichen Erkenntnisse über Rechtsanwälte und den Markt, in dem sie tätig sind.